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Zur Besinnung

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Das folgende Grußwort haben wir zum 100jährigen Jubiläum unseres Posaunenchores erhalten – zugleich eine wunderbare Besinnung.

 

Ein Stück Himmel auf Erden

 

Liebe Bläserinnen und Bläser des Posaunenchores,

liebe Gemeindeglieder der Kirchengemeinde St. Georgen,

 

es sind eben solche großen Feste, die mir im manchmal auch mühsamen Probenalltag bewusst machen, wie gut es ist, dass es Posaunenchöre gibt und wie viele Jahre, ja Jahrzehnte Menschen in ihnen eine geistige und musikalische Heimat wie auch wertvolle Gemeinschaft finden.

Es erinnert mich an meine eigenen Erfahrungen im Posaunenchor. Für mich war es das Größte: dass ich mitspielen durfte. Mit 7 Jahren. Zwar „nur“ in der zweiten Stimme (in der ich heute noch sehr gerne und mit Überzeugung spiele), auf einem schon in die Jahre gekommenen Kuhlohorn und das auch nicht bei allen Stücken. Aber ich durfte dabei sein. Und keiner, der auf mich, den Anfänger, herabblickte. Ich erlebte eine Gemeinschaft, in der ich sein durfte und in der andere sich freuten, dass ich dabei bin. Diese ersten Erfahrungen im Posaunenchor prägen mich bis heute. Weil darin vieles zum Ausdruck kam, was uns als Christen ausmachen sollte: ein Miteinander, nicht nur auf dem Papier. Eine Freude am Lob Gottes und die Verkündigung unserer phantastischen Botschaft eines liebenden, annehmenden und wertschätzenden Gottes. Mitten im Leben.

E.T.A. Hoffmann hat einmal gesagt: „Die Musik schließt dem Menschen ein Tor zum Himmelreich auf.“

Das ist es, was uns ausmacht, was wir mit unseren Gaben und Talenten, die Gott uns geschenkt hat, zu den Menschen bringen sollen:

ein Stück Himmel auf Erden. Mut machend, Trost spendend, jubelnd und manchmal ausgelassen fröhlich.

Das bleibt auch mein Wunsch für euch. Weil der Himmel auf Erden so unglaublich wichtig wie schön ist.

Nicht ihr allein freilich, liebe Bläserinnen und Bläser, aber auch ihr habt mit eurem Dienst einen großen Anteil daran, wenn Menschen etwas Himmel auf Erden erleben.

Denn eure Musik bewegt, tröstet, spendet Kraft, trägt auf schweren Wegen und begleitet die Freuden des Lebens. Euer Miteinander ist ein Vorbild dafür, wie Grenzen zwischen Menschen überwunden werden können.

Ich danke euch, liebe Bläserinnen und Bläser des Posaunenchores St. Georgen, im Namen des Verbandes evangelischer Posaunenchöre in Bayern ganz herzlich für euren Einsatz, für viele Übungsstunden und Proben, für wertvolle Freizeit, die ihr investiert habt. Ich hoffe, ihr habt in eurer Tätigkeit immer wieder gemerkt, was eure Musik bewirken kann.

 

Zu eurem Fest wünsche ich euch, der ganzen Kirchengemeinde, alles Gute und Gottes Segen.

 

Herzliche Grüße

Philipp Beyhl

Präsident des Verbandes evangelischer Posaunenchöre in Bayern