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Zur Besinnung


Bild zur Meldung: Die Liebe Gottes

„Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ (Römer, 8, 38-39)

 

Liebe Gemeinde,


dieses Wort aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer wird in unseren
Gottesdiensten immer am letzten Tag des Jahres gelesen. Wenn wir fragen, was das neue Jahr alles bringen mag, wenn wir mit Sorgen auf all das schauen, was unsere Welt und oft auch unser eigenes Leben bedrängt, dann antwortet der Apostel Paulus aus der Tiefe seiner Glaubenshoffnung: Was auch kommen mag, was auch immer uns bedrängt, nichts von all dem kann uns von der Liebe Gottes scheiden. Wir bleiben in dieser Liebe, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Für mich selbst gehört dieser Abschnitt aus dem Römerbrief zu den wichtigsten Bibelworten überhaupt. Bei allem, was sich um uns herum verändert, bei allen manchmal bangen Fragen nach der Zukunft, steht eines felsenfest:

Wir bleiben in Gottes Liebe geborgen. Sie ist stärker als alle Mächte und Gewalten, sie ist sogar stärker als der Tod. Dafür hat Jesus gelebt, hat diese Liebe Gottes mit Wort und Tat bezeugt und schließlich sein Leben für diese Liebe dahingegeben. Am Ostermorgen hat diese Liebe Gottes dann, auch wenn das unser und alles Begreifen nicht zu fassen vermag, die Macht des Todes durchdrungen. Diese Liebe bleibt, auch wenn alles andere aufhört.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie diese Gewissheit mit auf den Weg ins neue Jahr
nehmen können und dass Sie, etwa in den Gottesdiensten unserer Gemeinde, im Hören auf Gottes Wort und im Gebet immer wieder diese Liebe Gottes spüren und erfahren können. Ich wünsche Ihnen und Euch, dass durch und in dieser Liebe Leben spürbar aufblüht und Hoffnung trägt, dass Trost und Beistand auch in schweren Zeiten bleiben und dass die Liebe Gottes auch unser alltägliches Miteinander prägt.


Und ich vertraue fest darauf, dass auch unsere St. Georgener Kirchengemeinde
mitten in allen anstehenden Veränderungen ein Raum bleibt, in dem Gottes Liebe lebt, in Christus Jesus, unserem Herrn.


Ihr Pfarrer Martin Bachmann